Die Wollenberger Kapelle bekommt eine dritte Glocke…

Glockenweihe am 23. Januar 2022 um 11.30 Uhr

P1010929 (c) mpW
P1010929
Datum:
Do. 20. Jan. 2022
Von:
Michael Pützer

Am Mittwoch, dem 19. Januar war es so weit, die Glocken & Kunstguss Firma aus Brockscheid in der Eifel lieferte die neue Glocke nach St. Sebastian Wollenberg.

Sie wird am Sonntag, dem 23. Januar um 11.30 Uhr durch den Dompropst Rolf Peter Cremer aus Aachen, der aus Sistig stammt, gesegnet und damit eingeweiht in ihren neuen Dienst. An diesem Wochenende feiert die Kapellengemeinde auch ihr Patronatsfest, denn die Kapelle ist dem Heiligen Sebastian geweiht, der am 20. Januar seinen Namenstag feiert. Somit war für Pater Wieslaw Kaczor klar, dass dies der richtige Zeitpunkt wäre diese neue Glocke zu weihen. Die Glocke wiegt ca 54 Kg und hat einen Durchmesser von 42,5 cm.

Auf dem Bild sind von links nach rechts... Erich Steffens vom Kirchenvorstand, Heinz Jentges Sakristan der Kapelle, Dipl. Glockengießer Christoph Schmitt, Inhaber der Firma, und Metallbauerin Julia Robiller von der Glockenguss Firma aus Brockscheid zu sehen.

Die beiden vorhandenen Glocken, "Sebastianus - Glocke" und "Marien - Glocke", stammen aus dem Jahr 1854 und sind in den Tönen "h" und "d" gestimmt.  Die neue "Michaelsglocke" ergänzt nun das "a". Sie wurde im Namen der Dorfbewohner von den Ortsvereinen (Friedhofsverein sowie Dorfgemeinschaft Wollenberg) und dem Förderverein St. Stephanus gestiftet und am 10.12.2021 in der Glockengießerei Schmitt in Brockscheid gegossen. Die Glocke wird nach ihrer Weihe noch für eine Woche im Altarraum stehen bleiben, damit möglichst viele Gemeindemitglieder sie aus der Nähe bewundern können.

Der Prüfbericht der neuen Michaels - Glocke des amtlichen Glockensachverstän- digen Norbert Jachtmann aus Aachen lautet:

Am 4.1.2022 prüfte der Unterzeichnende in der Glockengießerei Schmitt zu Brockscheid die neu gegossene und noch unbearbeitete (d.h. nicht nachgestimmte) Bronzeglocke. Diese ist der Zweitguss. Die erste Glocke wurde in Absprache zwischen Glockengießer und Unterzeichner gar nicht erst zur Prüfung vorgestellt, da sie keine Möglichkeiten der sinnvollen Nachbearbeitung bot. Die Innenharmonien dieses Neugusses wurden mit Hilfe Barthelmes´scher Stimmgabeln (± ein 16tel des temperierten Halbtones über bzw. unter Normalstimmung a‘=435 Hz eruiert.

Da die ermittelten Werte erwartungsgemäß nicht den geforderten Stimmungswerten entsprechen, erlaubte der Unterzeichner den Glockengießern die Nachstimmung mittels präziser Ausarbeitung von Glockenbronze aus dem Innenbereich der Glocke, ohne die Klangkraft der Glocke zu mindern. Diese Nachbearbeitung geschah nachfolgend. Die neuen Werte sind bestens getroffen und werden im Glockenabnahmegutachten erfasst.

Der Nominal (Schlagton) ist nun a‘‘+8. Somit entspricht die Glocke musikalisch den Vorgaben und fügt sich in die vorhandenen Nominallinie sehr gut ein. Diese lautet nun: a‘‘+8, h‘‘+ 8, d‘‘+6 Die Inschriften sind auftragsgemäß ausgeführt. Der Guss der Glocke kann als wohl gelungen bezeichnet werden.

Ihre Abnahme wird empfohlen.

Nach der Montage im Turm erfolgt durch den zuständigen Glockensachverständigen die abschließende Turmprüfung und Läuteprobe der neuen Glocke und des gesamten Ensembles. Im Abnahmegutachten werden alle musikalischen und technischen Werte, die Inschriften der neuen Glocke sowie eine eingehende Bewertung des neuen Geläutes enthalten sein. Nach dem Beispiel der Kölner Diözesan-Synode von 1954, II. Teil: Sachenrecht 830 1-3.

  • Weitere Informationen und Bilder gibt es nach der Weihe der Glocke
  • Link zur Firma - Glocken & Kunstguss Firma aus Brockscheid : www.glocken-schmitt.de

Bericht und weitere Bilder als pdf - Datei