Impuls zum 8. Sonntag im Jahreskreis (C) 2022

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Datum:
Do. 24. Feb. 2022
Von:
ejo

Der Herr wurde mein Halt. Er führt mich hinaus ins Weite, er befreie mich, denn er hat an mir Gefallen. Ps. 18,19.20

Impuls:

„Aus welchem Holz bist du geschnitzt?“

so fragt der Narr in uns gewitzt.

Das macht nämlich den Unterschied, woran wir uns im Zweifelsfalle halten,

am Splitter, am Holz vorm Kopf oder an des Kreuzes Balken.

Wer nur beim andern sieht den Splitter,

der wird auf Dauer bitter.

 

Wer gerne hat vorm Kopf das Holz,der ist auf ungute Weise auf sich stolz.

Doch wer sich hält an unsers Glaubens Zeichen,

dem wird Gott nicht von der Seite weichen.

Drum lass dir von dem Narr die Antwort sagen,

steh zu ihr, wenn andre dich danach tun fragen.

So wird dein Leben Stück für Stück ganz leicht,

weil es damit dem des Erlösers gleicht.

 

Gütiger Gott, wir sind zu dir gekommen.

Du hast eben all unsere Gedanken vernommen.

Dich bitten wir: Verwandle das Balkenholz,

gib durch das Kreuzesholz unseren Gotteskinderstolz.

 

Segen:

Gott segne dich und mich.

Er lässt uns nie im Stich.

Er segne uns mit viel Humor,

damit die Freude an ihm komme hervor.

Er segne uns mit seiner Kraft,

so wird der Alltag auch geschafft.

Er segne uns in unserem Leben,

damit wir von ihm Zeugnis geben.

So sei das Kreuz über uns geschlagen,

Gott will uns durch das Leben tragen.

 

Reimpredigt zu Karneval

Wir Eifler sind aus ganz besonderm Holz,

das sagen wir nicht ohne Stolz.

Von viel Holz wird auch heute im Evangelium berichtet,

mal ist es klein, mal groß geschichtet.

Mit Holz will Jesus uns heute etwas sagen,

wenn wir uns mit den anderen oft plagen.

Schau her, so sagt er es heut‘ in Bildern,

will dabei unser Verhalten schildern.

Dem einen scheint innerlich schon der Scheiterhaufen zu brennen,

doch Jesus tut es klar, aber nicht verletzend beim Namen nennen.

Das Brett vor‘m Kopf, dass tun wir alle kennen,

wir manchmal wie blind durch diese Gegend rennen.

Und Splitter, die sind so oft gemein,

bereiten klein doch große Pein.

Mit beiden es nichts Gutes auf sich hat,

drum schau das Holz an mit Bedacht.

Mit Tiefsinn Jesus stellt vor Augen,

das beides tut so gar nichts taugen.

Er knallt es uns nicht vor den Kopf mit einem Knüppel,

er ist ja nicht der Menschenrüpfel.

Ganz fein, mit einem kleinen Schmunzeln,

er bewirkt, dass wir die Stirne runzeln.

Jesus, er wäre mit dieser Rede einer für die Bütt,

schaut mit uns darauf, woher et kütt.

Er tobt nicht von der Kanzel, die da droben,

dann wäre er für uns nur abgehoben.

Nein, das Holz der Kanzel wählt er nicht,

wenn er zu uns über unsre Fehler spricht.

Nimmt viel mehr der Bütt ihr Holz,

damit uns bleibt noch unser Stolz.

So können wir uns selber gut ansehn,

mal schmunzelnd selbst zu unsern Fehlern stehn.

Dann geht es auch, den Balken umzuwandeln,

auf einmal dann als bessrer Christ zu handeln.

Den Splitter im Aug‘ des andern wir zwar noch sehn,

doch können zu ihm und zu uns selber stehn.

Drum ich heute für eine Bütt in unsrer Kirche stark plädiere,

denn mit einer solchen Rede ich nicht nur auf die Fehler stiere.

Ich nehme den anderen und mich so an,

sehe, dass jeder ist Christ, so gut er kann.

Die Bütt, die sagt es mit Humor,

und ich nehm‘ mir mich zu bessern vor.

Drum mach es wie Jesus und sei gewitzt,

schau, aus welchem Holz der Herrgott uns hat geschnitzt.

Dann ist dem Abkanzeln die Macht genommen,

wir so gerne in die Kirche kommen.

Schafft der Bütt Holz drum herein,

Gott selber lädt uns ein.