Jesus erzählt im Evangelium zum 16. Sonntag im Jahreskreis, das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen. Jesus macht deutlich, dass Gut und Böse bis zur Ernte nebeneinander wachsen und Gott mit Geduld auf den Menschen wartet. Die Botschaft lädt dazu ein, Vertrauen zu haben und auf Gottes gerechtes Handeln zu hoffen.
Impuls zum 16. Sonntag im Jahreskreis A
Nicht wahrhaben wollen:
„Das kann nicht sein!“
Verdrängen:
„Das war ich nicht!“
Wegschieben:
„Das hat der getan!“
Und doch kommt es zum Vorschein:
das was nicht so perfekt ist,
das, wogegen ich schon immer kämpfe,
das, was ich als meine Schwäche ansehe.
Und dann ausreißen,
Gewalt antun – mir – dem anderen.
Und wieder den Boden bereiten,
dass sich Unkraut in mir ausbreiten kann.
Oder den Rat Jesu befolgen:
Verurteile nicht, bekämpfe nicht,
schau ob da nicht doch noch etwas Gutes draus wird
z.B. aus Sturheit Beharrlichkeit,
aus Verschwendungssucht Freigiebigkeit,
aus Neid Ansporn
Und erst dann Gott ans Unkraut lassen,
der alles Unvollkommene von mir nimmt.
Gebet:
Gott, du bist es, der wachsen lässt und Geduld hast, die wir oft nicht mit uns und den anderen haben. Lass uns in deine Langmut hineinwachsen und Frucht bringen.
Segen:
Wenn dich deine Fehler plagen, halte dich Gott hin.
Er segnet dich.
Wenn dich die Unvollkommenheit der anderen stört, halte dich Gott hin.
Er segnet euch beide.
Wenn du den Mut hast, dich ehrlich anzuschauen und zu dir zu stehen, halte dich Gott hin.
Er segne dich und schenke dir Geduld mit dir selbst.