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Pfarrbriefe2018

Alle Personen, die Texte, Bilder und persönliche Daten, der Veröffentlichung im jeweiligen Pfarrbrief zugestimmt haben, übertragen diese Zustimmung auch auf die Veröffentlichung der GdG Homepage. Darüber wurden Sie bei der Bestellung, bzw bei der Anmeldung informiert!

Die Redaktion

Zentralpfarrbriefe unserer GdG

St. Barbara, Krekel
St. Cäcilia, Pesch
St. Gertrud, Bouderath
St. Laurentius, Marmagen
St. Lambertus, Tondorf
St. Margareta, Frohngau
St. Martinus, Nettersheim
St. Matthias, Sötenich
St. Peter, Zingsheim
St. Potentinus, Steinfeld
St. Stephanus, Sistig

St. Antonius, Dottel - Scheven
St. Dionysius, Keldenich
St. Nikolaus, Kall

VORWORT

Meist nehmen wir aus dem Urlaub neben der Erholung auch Schönes mit nach Hause:

schöne Erinnerungen, Begegnungen, Natureindrücke wie Sonnenuntergänge am Meer,

Panoramablicke in den Bergen u.a.m. Vielleicht waren es Besuche in Museen, bei

denen wir das ein oder andere Kunstwerk bestaunen konnten. Möglicherweise haben

wir uns auch ortstypische Souvenirs gekauft, weil wir bei ihrem Anblick schöne

Erinnerungen an den Urlaub wachrufen wollen.

Nicht nur das Schöne, aber auch das Schöne, ist etwas Wichtiges in unserem Leben,

dass es lebenswert macht. Es holt uns aus dem grauen Alltag heraus, macht Momente in

unserem Leben zu etwas Besonderem.

Ein Mann wie Arthur Schopenhauer brachte trotz seines philosophischen Pessimismus

den Gedanken zu Papier, dass wir beim Anblick wahrer Schönheit gleichsam in eine

andere Welt träten, wo all das, was unser Gemüt sonst so heftig errege, nicht mehr sei.

Einen ähnlichen Gedanken finden wir bei Thomas v. Aquin, der schrieb, schön sei, in

wessen Anblick das Verlangen zur Ruhe komme.

Vielleicht darf man aus diesen Aussagen den Gedanken gewinnen, dass uns Schönes

aus den schweren und unruhigen, vielleicht auch hässlichen Stunden und Tagen

herausholen kann, um auch das Gute wieder in den Blick zu bekommen. Damit ist

keine Realitätsflucht gemeint, sondern, auch das Positive wieder mit ins Leben zu

nehmen, die Lebensbejahung wieder zu stärken.

Die letzten Jahre, Corona, die Klimakrise, der Krieg in der Ukraine u.a., davon blieb

und bleibt wohl niemand unberührt. Da können uns Aufenthalte im und beim Schönen,

die Beschäftigung damit, wieder durchatmen lassen.

Einen solchen Zweck verfolgte u.a. so manche Barockkirche nach schwierigen Zeiten

wie dem Dreißigjährigen Krieg. Ihre lebensfreudige Ausgestaltung, der Blick in

himmlische Szenerien in den Kirchengewölben hatte auch den Sinn, durch diese

künstlerische Schönheit für einen Augenblick auszusteigen aus den Nachwirkungen

schwerer Zeiten.

Auch in unserer GdG finden wir wahre Schmuckstücke und Schönheiten mit und in

unseren Kirchen und Kapellen vor. Man spürt, wie sehr sie umsorgt und gepflegt

werden, um ihre schöne innere und äußere Ausstrahlung zu erhalten. Hier finden wir

neben unserer wunderbaren Eifellandschaft auch Orte, in denen wir Schönes anschauen

können, um einen Moment herauszutreten aus dem Grau des Alltags und uns vom Licht

des Schönen bescheinen zu lassen. Es gibt ein Wort, dessen genaue Herkunft ungeklärt ist:

Das Schöne ist der Glanz des Wahren.

Möge uns die Begegnung mit dem Glanz des wahren und verheißungsvollen Schönen

auf unseren Reisen oder daheim immer wieder zu einem gestärkten Ja für unseren

Alltag führen.

Thomas Gehrke, Kirchenmusiker