Sei mir gnädig, o Herr. Den ganzen Tag rufe ich zu dir. Herr, du bist gütig und bereit, zu verzeihen, für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade. Ps 86, 3.5
Impuls zum 22. Sonntag i. JK. (C)
Geben ist seliger denn Nehmen
Ich brauche den Raum
ich nehme mir den Platz
meiner
steht mir zu
darauf habe ich Anspruch
Ich gebe dir den Raum
hier ist eine Platz für dich
ich freue mich
sei willkommen
du wirst frei
du wirst offen
du wirst glücklich
du wirst froh
Geben ist seliger denn Nehmen
Gebet
Lebendiger Gott unsere Zeit verführt, auf unseren Vorteil bedacht zu sein. Doch du zeigst uns, dass wahrer Reichtum im Empfangen liegt. „Geben ist eben seliger denn Nehmen!“ Mache uns hellhörig und hellsichtig dafür, wo wir geben und helfen können und lass uns erkennen was deine Gaben für uns sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der mit dem Heiligen Geist lebt und uns reichlich mit Leben beschenkt in Zeit und Ewigkeit.
Segen
Der Herr, der uns mit seinen Gaben reich beschenkt, segne uns.
Gott stärke uns und bestärke uns im Vertrauen auf dich.
Gott zeige uns den Weg und beschütze uns.
Gott tröste uns und schenke uns Zuversicht.
Uns so komme Segen über uns:
+ Vater + Sohn + Heiliger Geist!
Predigt (Impuls)
Stehen sie bitte auf! Ganz überrascht machte ich der jungen Mutter mit ihrem vier- / fünfjährigen Kind platz. Drumherum sitzen vierzehn- fünfzehnjährige Schüler Innen. Der vermeintlich sichere Platz war plötzlich weg. Den mühselig erkämpften Sitzplatz war ich los. Nach einer anstrengen Wanderung war ich froh endlich sitzen zu können. Andererseits habe ich es der Mutter gegönnt. Wir sind es gewohnt uns einen Platz zu sichern. Sie kennen sicher den Badetuchplatzhalter am Strand oder am Pool. Einen Platz zu ergattern oder leer auszugehen, dass macht schon mit einem was. Der Spruch „Geben ist seliger denn Nehmen!“ geht mir leicht über die Lippen. Doch in der konkreten Situation müssen wir dann mächtig schlucken. Wer nicht zugreift, sich also nimmt, guckt öfters mal in die „Röhre“. Doch wir wissen auch wie wertvoll die Gabe ist, die wir unverhofft erhalten. Wir werden auf eine ganz andere Weise berührt. Denn mit der „Gabe“ erhalten etwas, was weit über diesen Vorgang des Geben hinaus geht. Im Geben wird uns etwas zuteil, was sich unserem Streben letztlich entzieht. Im Geben wendet sich jemand mir zu, wird auf mich aufmerksam. Da wird mir geschenkt, da bin ich jemand wichtig. In Gott begegnet unser dieser besondere „Geber“. Er weiß was wir brauchen, was uns gut tut. Gott hält uns einen Platz bereit, hat uns auf der Agenda. „Geben ist seliger denn Nehmen!“