Impuls zum 3. Sonntag in der Fatsenzeit 2025 (C)

Bild 3. Sonntag in der Fastenzeit 2025 C (c) ejo
Bild 3. Sonntag in der Fastenzeit 2025 C
Datum:
So. 9. März 2025
Von:
ejo

So spricht der Herr. " Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe, Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! Mt 4,17

Impuls zum 3. Fastensonntag (C) 2025

 

Glauben  denke nach

 

ist etwas anderes

als religiöses Wissen,

etwas anderes als das Akzeptieren

von gewissen Wahrheiten

und Lehrsätzen.

 

Glauben   denk nach

 

beginnt mit dem Eintreten

in ein großes Geheimnis.

Tastend und suchend,

fragend und bittend um das Licht.

Bis Gott eines Tages auf dich zukommt

und dich seine Gegenwart spüren lässt

in den tausend Dingen jeden Tages.

 

Glauben   denk nach

 

Weitersehen

durch die Dinge hindurch,

auf ihn, der dahinter steht. (Nach: Phil Bosmans)

 

Gebet

Guter Gott Menschen zu allen Zeiten haben im Nachsinnen über deine Botschaft zum Glauben an dich gefunden. Lass auch uns im „Nachdenken“ über über unser Leben dich immer mehr finden.

Mache unseren Glauben stark, dass er uns hinführe zu dir. Das Vertrauen zu dir und deiner Liebe zu uns möge uns leiten. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder, der mit dem Heiligen Geist lebt und wirkt durch Zeit und Ewigkeit.

 

Segen

Gott möge dich mit seine Güte segnen und zeige dir sein freundliches Angesicht.

Gott lasse sich in deinen Leben und in deinen Gedanken sich finden.

Gott begegne dir mir Erbarmen und leuchten soll dir seines Friedens Licht.

So segne dich: + Vater,  + Sohn und + Heiliger Geist. Amen.

 

Predigt (Impuls)

In einem langen Leben erlebt man auch so manche Grausamkeit, ganz besonders  die Generation, die entweder noch als Kind den Krieg miterlebt hat oder den Hunger der Nachkriegszeit. Aber auch danach war nicht alles Zuckerschlecken. Immer mehr stellt man sich die Frage, wie so etwas geschehen konnte oder kann und welchen Grund es dafür gibt. In den Kindertagen ist vielleicht auch noch eingeprägt worden, dass der- oder diejenige selber Schuld am Unglück trägt. Und doch greift diese Antwort viel zu kurz. Jesus redet sich in Rage und wehrt jede Scheinheiligkeit ab. Seine Worte sind hart. Wenn er danach das Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum gebraucht, dann ist das auch nicht so ganz ohne, gerade auf dem Hintergrund, dass viele von Ihnen in ihrem Leben reichlich Frucht gebracht haben. Vielleicht muss Jesus, der eben als Jude aufgewachsen war, auch noch etwas über den Denkhorizont seiner jüdischen Vorstellungen hinauswachsen. Das ist als Gott, der ganz und gar Mensch wurde, auch keine Schande. Wichtig ist bei diesem Gleichnis, dass der Gärtner nicht so schnell aufgibt. Wie schön ist es im konkreten Leben, wenn z.B. ein Arzt / eine Ärztin nicht einfach sagt: Ist eben alter Kram, da kann man nichts machen, sondern sich noch einmal Mühe gibt, die Beschwerden zu verstehen oder die Betreuerin neue Talente in einem hervorlockt.

Und Gott sei Dank schreibt Jesus keinen von uns als zu alt und zu krank ab. Ein sichtbares Zeichen hierfür ist das Sakrament der Krankensalbung, nicht „Letzte Ölung“, weil die Ärzte einen schon abgeschrieben, sich die Angehörigen mit dem nahenden Tod abgefunden und der Rest der Gesellschaft einen in eine Ecke gestellt haben. Die Krankensalbung ist das Auflockern des Erdreiches, die heilsame und geduldige Zuwendung Gottes, weil er sein Heil in einem jeden und in einer jeden von uns bewirken und uns von der Schwere und dem Dunklen befreien will. Daher auch die Bitte um Vergebung der Sünden. So können wir, können Sie noch einmal vielleicht unerwartet erblühen und sich an den Früchten des Lebens freuen.