Alle Personen, die für ihre Texte, Bilder und persönliche Daten der Veröffentlichung im jeweiligen Pfarrbrief zugestimmt haben, übertragen diese Zustimmung auch auf die Veröffentlichung mittels der Homepage des Pastoralen Raumes Heiliger Hermann Josef Steinfeld. Darüber wurden Sie bei der Bestellung, bzw bei der Anmeldung informiert!
Die Redaktion
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Schwestern und Brüder!
In der Stadt brodelt es. Die Spannung ist überall zu spüren. Der römische Stadthalter hat die Präsenz des Militärs erhöht. Das letzte, was er jetzt gebrauchen kann, ist ein Aufstand. Die Juden und ihre religiösen Konflikte. Die Eliten haben ihm, Pontius Pilatus, einen Mann ausgeliefert, der viel Gutes getan hat. Dieser Jesus hat viele Anhänger. Er hat ihn verhört, konnte nicht finden, wofür er ihn hätte zum Tode verurteilen müssen. Doch die Eliten wollten den Tod des Mannes. Die Juden dürfen nicht zum Tode verurteilen. Er wollte ihn nicht zum Tode verurteilen. Da haben die Hohenpriester das Volk gegen ihn gehetzt und er musste dem Druck nachgeben.
In einem anderen Teil Jerusalems herrscht pure Angst, tiefe Trauer, Unsicherheit und auch Resignation. Die Apostel und die Anhänger Jesu fühlen sich als Gescheiterte. Mit der Hinrichtung Jesu am Kreuz ist wohl ihr Weg zu Ende. Unfassbar! Vor einer Woche noch ist er im Triumph in Jerusalem eingezogen. Innerhalb weniger Tage kippte die Stimmung. Erst der Verrat durch Judas, die Gefangennahme, der Prozess vor dem Hohen Rat, die Anklage vor Pilatus, die grausame Folterung und am Schluss die Kreuzigung! Ein großer Teil der Anhänger geflohen. Die Bewegung scheint in sich zusammen zu fallen.
Doch dann geschehen merkwürdige Dinge. Obwohl das Grab bewacht wird, verschwindet der Leichnam Jesu. Frauen, die die Leiche salben wollen, kommen ganz aufgeregt zurück und berichten, sie hätten Männer in weißen Gewändern gesehen, die ihnen gesagt hätten, Jesus sei auferstanden. Auch Petrus und der Jünger, den Jesus liebte, machen diese Erfahrung. Schließlich erscheint Jesus Maria Magdalena, Petrus und Johannes, den Aposteln, den Emmaus Jüngern und dann noch anderen Personen.
Gott hat in die Geschichte der Menschen eingegriffen. Er lässt sie nicht allein. Gerade dann nicht, wenn wir leiden müssen. Diese Erfahrungen haben unzählige Menschen gemacht. Auch heute, wo wir meinen, dass alles, was wir kennen, zusammenbricht, ist Gott da! Der heilige Hermann Josef hat hier in Steinfeld tiefe Gotteserfahrungen gemacht. Mit dem Wissen, dass Gott an unserer Seite ist und dem Hl. Hermann Josef als Fürsprecher brauchen wir hier in der Eifel keine Angst vor der Zukunft zu haben.
Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest!
Pater Georg SdS