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Zentralpfarrbrief 202412 (c) mpw
Alle Personen, die für ihre Texte, Bilder und persönliche Daten der Veröffentlichung im jeweiligen Pfarrbrief zugestimmt haben, übertragen diese Zustimmung auch auf die Veröffentlichung mittels der Homepage des Pastoralen Raumes Heiliger Hermann Josef Steinfeld. Darüber wurden Sie bei der Bestellung, bzw bei der Anmeldung informiert!
Die Redaktion

Zentralpfarrbrief der G 14

 
St. Antonius, Dottel - Scheven
St. Barbara, Krekel
St. Cäcilia, Pesch
St. Dionysius, Keldenich
St. Gertrud, Bouderath
St. Laurentius, Marmagen
St. Lambertus, Tondorf
St. Margareta, Frohngau
St. Martinus, Nettersheim
St. Matthias, Sötenich
St. Nikolaus, Kall
St. Peter, Zingsheim
St. Potentinus, Steinfeld
St. Stephanus, Sistig

 

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VORWORT

Heilige Pfrote 2025 gr (c) mpw

Liebe Gemeindemitglieder,

gerade ist das heilige Jahr 2025 zu Ende gegangen. Bei diesen „Jubeljahren“ spielt die „Heilige Pforte“ immer wieder eine wichtige Rolle. Aber nicht nur da: Es wurden in der Antike prächtige Triumphbögen errichtet, durch die siegreiche Herrscher einziehen konnten und an ihre Erfolge auf dem Schlachtfeld erinnerten. Die Stadttore waren in einer mittelalterlichen Stadt von existentieller Bedeutung.

Die Türchen des Adventskalenders haben wir im vergangenen Monat geöffnet. Die Braut wird über die Schwelle getragen. Im Trierer Land gibt es bis heute den Brauch, dass in der Osternacht der Priester mit dem Kreuz an die verschlossene Kirchentür klopft und in Stellvertretung für den Auferstandenen um Einlass bittet. Und so mancher Portier ist strenger Wächter über den Eingang. 

So kam mir bei der Betrachtung eines Torbogens am Aachener Dom der Gedanke, dass auch das Neue Jahr mit so einer Tür, mit so einem Tor zu vergleichen ist. Manche von uns wünschen sich, dass die Tür zum Neuen Jahr erst gar nicht aufgeht, weil sie Schlimmes befürchten. Andere können nicht schnell genug über die Schwelle des Jahreswechsels treten, weil sie das alte Jahr hinter sich lassen wollen. Andere öffnen diese Pforte zögerlich und neugierig und sind sich noch nicht schlüssig, was sich dahinter verbirgt. Wieder andere schauen sehnsüchtig auf das, was sich hinter dieser Tür auftut.

Anders als bei den meisten Türen und Toren können wir hier nicht entscheiden, ob wir über die Schwelle treten wollen. Wir werden im Zweifelsfall gedrängt, dies zu tun und im besten Fall auch hinübergetragen. Das kann uns Angst machen, Widerstände auslösen und so ganz gegen unseren freien Willen sprechen. Es kann die Verheißung von Freiheit in sich bergen, endlich ins Freie treten zu dürfen. Es kann aber auch Vertrauen geben, in einen geschützten Raum eingeladen zu werden. Egal was passiert. Für mich ist es tröstlich, dass über alten Hauseingängen „Anno Domine“ gemeißelt ist oder in diesen Tagen der Segen der Sternsinger die Türen schmückt und an so manchem Ausgang ein kleines Weihwassergefäß hängt. Egal, mit welchen Gefühlen wir über die Schwelle zum neuen Jahr treten, es wird ein Jahr des Herrn sein, das von ihm gesegnet ist und durch das er uns tragen will.

In diesem Sinne im Namen aller, die sich um das Wohl der Menschen in unserem Pastoralen Raum mühen „Gott möge Ihr Hinübergehen in das Jahr 2026 segnen!“

Elke Jodocy, Gemeindereferentin