Wo die Zeit zeitlos wird….

wort und klang nov 2020 (c) gdg steinfeld
wort und klang nov 2020
Datum:
Sa 14. Nov 2020
Von:
Gudrun Klinkhammer

Kall-Steinfeld. „Liebe Mitchristen, liebe Gäste, wir möchten Sie herzlich begrüßen zu unserer Abendmeditation „Wort und Klang“.

Es ist schön, dass Sie gekommen sind! Ich empfinde es als Geschenk, dass wir jetzt hier sein können; dass die Kirchen offen bleiben dürfen für gemeinsame Besinnung, Zusammenkommen, Gottesdienst. „Wort und Klang“ haben wir diese Reihe von abendlichen Orgelmeditationen genannt. Das umreißt, worum es in der nächsten halben-dreiviertel Stunde geht.“
 
Damit startete Pastoralreferentin Alice Toporowsky die monatlich stattfindenden Veranstaltungen von „Wort und Klang“ in der Basilika Steinfeld im November, bei der es sich ausdrücklich nicht um ein Konzert handelt, sondern um eine Besinnung mit Orgelmusik. Alle geltenden Corona-Regeln werden beachtet. Ganz still saßen die Besucher in den Kirchenbänken, teilweise hatten sie sich eine Decke mitgebracht, und lauschten den Worten und der Musik.
 
Die Basilika in ihrem Innern ist ein Phänomen. Sie verbindet mehrere Bau- und Kunststile miteinander, in diesem Gebäude wird die Zeit zeitlos. In ihren Ausführungen kam die Pastoralreferentin auf das Hier und Jetzt zu sprechen und verband Geschichte mit Gegenwart: „Während die Menschen sagen: Friede und Sicherheit! Kommt plötzlich Verderben über sie … Vielleicht bin ich nicht die einzige, die bei diesen Worten – auch wieder – sofort an Corona denkt. Vielleicht haben Sie auch immer noch das Gefühl, dass vor sieben, acht Monaten auf einmal etwas über uns alle hereingebrochen ist. Das Leben ist irgendwie aus den Fugen geraten. Vieles, was früher selbstverständlich ging, geht auf einmal nicht mehr.“
 
Diese ernsten Gedanken unter der Überschrift „Begegnung mit Gott im Ungeplanten“ umrahmte Organist Stefan Weingartz aus Kallmuth. Er hatte mit dem Präludium in C-Dur von J.S. Bach, BWV 547, dem zweiten Satz aus "der Winter" aus den vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi, "Air" aus "Wassermusik" von Georg Friedrich Händel und der Fuge in C-Dur von Bach, BWV 547 große Musik im Gepäck. Die Zuhörer gaben zum Schluss den Ausführenden den verdienten Applaus.